Augustin Meinrad Bächtiger
Kunstmaler Kirchenmaler Grafiker
KurzbiografieLebenWerkWürdigungGalerieLiteraturVeranstaltungenKontaktMedientexte
Kurzbiografie

Augustin Meinrad Bächtiger (1888-1971)
Kunstmaler - Kirchenmaler - Grafiker


 1888  Augustin Meinrad Bächtiger wird am 12. Mai als erstes Kind des Lehrers Johann Meinrad Bächtiger (1857-1923) und dessen Ehefrau Maria Theresia Bächtiger-Hanimann (1863-1937) in Mörschwil SG geboren.

 1889 Umzug der Familie nach Oberbüren SG, wo der Vater Leiter des katholischen Knabenerziehungsheims Thurhof wird und zugleich als Hausvater, Erzieher und Lehrer von 45 Zöglingen wirkt. Seine Mutter ist als Hausmutter für das gesamte Haushaltswesen auf dem Thurhof  verantwortlich. Im sozialen Umfeld dieser Art Grossfamilie wächst Augustin auf.

 1894  
Besuch der hausinternen Primarschule im Thurhof.  Auf der Mittelstufe wird er von seinem Vater unterrichtet.
Geburt seiner Schwester Maria Theresia.

 1898
Geburt seines Bruders Josef Emil.
 
 1901 Realschule in Wil SG; erste pädagogische Anleitung im Zeichnen durch Lehrer Ulrich Hilber.

 1903 Gewerbeschule in St. Gallen; Zeichnungsunterricht bei Albert Müller.

 1904 Volontär im Atelier für Dekorations- und Flachmalerei der Firma Berli & Thermann in St. Gallen.

 1905 Im Oktober geht Bächtiger nach München an die Königliche Bayerische Akademie der bildenden Künste und studiert in der Naturzeichenklasse von Peter Halm (1854-1923).
 
 1907 Bächtiger wird an der Münchner Kunstakademie Schüler von Angelo Jank (1868-1940).
 
 1908 Rückkehr in die Schweiz. Im Sommer Infanterie-Rekrutenschule in Herisau AR. Im Oktober reist Bächtiger erneut nach München, wo er in die private Kunstgewerbeschule, in die Lehr- und Versuch-Ateliers für angewandte und freie Kunst von Wilhelm von Debschitz (1871-1948) eintritt.

 1910 Studienreise von München aus nach Italien. Rückkehr in die Schweiz. Erste Aufträge für Altarbilder in verschiedenen Kirchen. Grafische Arbeiten und Entwürfe zu Paramentenstickereien.
 
 1912 1. Preis für sein Plakat zum Kantonalen Schützenfest in Rorschach. 1. Preis für sein Plakat zum Eidgenössischen Sängerfest in Neuchâtel.
 
 1913 1. Preis für seinen Entwurf der Bundesfeier-Postkarte. Im Oktober kehrt Bächtiger an die Münchner Kunstakademie zurück und wird Schüler von Franz von Stuck (1863-1928).

 1914 Rückkehr in die Schweiz. Teilnahme an einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich, ferner an der Internationalen Graphischen Kunstausstellung in Leipzig sowie an der Schweizerischen Landesausstellung in Bern. Bächtiger lehnt eine Professur am Technicum Fribourg ab. Ausbruch des Ersten Weltkriegs; Einberufung als Gefreiter in den militärischen Aktivdienst.
 
 1915 Militärurlaub. Im Herbst geht er wieder nach München an die Kunstakademie zu Professor Franz von Stuck. Teilnahme an der 50-Jahr-Jubiläums-Ausstellung der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten  (GSMBA) im Kunsthaus Zürich.

 1916 Rückkehr in die Schweiz. Aufträge für Illustrationen u. a. in St. Galler Schulbüchern (bis 1923) sowie für Gebrauchsgrafiken und Paramentenstickerei-Entwürfen.

 1917 Aktivdienst in der St. Galler Füsilier-Kompagnie IV/82 im Engadin. Teilnahme an der Schweizerischen Kunstausstellung in Zürich. Er erhält als Künstler einen Eintrag in das Schweizerische Künstler-Lexikon.
 
 1918 Teilnahme an einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich.
 
 1919 Übersiedlung ins Engadin nach Samedan GR.
 
 1921 2. Preis im Wettbewerb für ein Bündner Soldatendenkmal. Teilnahme an der GSMBA-Ausstellung in St. Gallen und an der Ausstellung Schweizerische Kriegsgrafik 1914-1920 im Kunstmuseum Bern. Studienreise nach Frankreich und Spanien.
 
 1922 Rückkehr in die Schweiz, wo er in Mörschwil Wohnsitz nimmt. Er erhält den ersten grossen Auftrag für das Deckengemälde in der Pfarrkirche von Mels SG. 
 1923 Tod des Vaters. Bächtiger zieht von Mörschwil nach Gossau zu Mutter und Bruder.
 
 1924 Teilnahme an der Ausstellung christlicher Kunst in Basel. Gründungsmitglied der katholischen Künstlervereinigung Societas Sancti Lucae (SSL).

 1925 Teilnahme an der Nationalen Kunstausstellung im Kunsthaus Zürich.

 1926 Studienreise nach Spanien.

 1927 Teilnahme an der GSMBA-Ausstellung in St. Gallen und an der Internationalen Ausstellung moderner Graphik in Florenz.
 1928 Bächtiger malt das Deckengemälde (Weltgericht) in der Pfarrkirche St.  Andreas in Gossau.

 1930 Heirat mit Josefa Christina Helfenberger (1899-1989).

 1931 Geburt seiner Tochter Sigrid Maria.

 1933 Erster Teil seines Hauptwerks: 12 Wandbilder zu „Dies irae“ in der Friedhofshalle von Hochdorf LU (bis 1936). Hauptwerk in der Glaskunst: 18 Bilder umfassender Glasfensterzyklus „Schuld und Sühne“ im Gerichtssaal des Amtshauses in Gossau. Geburt seiner Tochter Hildegard Elisabeth.
 
 1934 Teilnahme an der Ausstellung Neue Schweizerische Wandmalerei im Kunsthaus Zürich.

 1936
Geburt seines Sohnes Marcel Rudolf.

 1937 Tod der Mutter.

 1938 Ausstellung im Kunstmuseum St. Gallen. Bächtiger baut sich ein eigenes Wohn- und Atelierhaus auf dem Sonnenbühl in Gossau.

 1942 Zweiter Teil seines Hauptwerks: 12 Wandbilder zur „Apokalypse“ in der Friedhofshalle von Hochdorf LU (bis 1945).

 1944 Austritt aus der Künstlervereinigung Societas Sancti Lucae.

 1946 Nach dem Zweiten Weltkrieg werden die öffentlichen Aufträge spärlicher. Bächtiger ist nun als freischaffender Künstler  wieder mit kleineren privaten Aufträgen  wie mit Wandbildern, grafischen Arbeiten oder Fahnen- und Paramentenstickerei-Entwürfen beschäftigt. Ferner kann er sich wieder vermehrt seinem privaten künstlerischen Schaffen (Ölbilder, Aquarelle) widmen.

 1966 Letzter sakraler Monumentalauftrag in Altdorf UR.

 1971 Am 4. Mai stirbt Bächtiger, knapp 83-jährig, in seinem Haus in Gossau. Er wird auf dem Friedhof der Kirche St. Andreas beerdigt.






KurzbiografieLebenWerkWürdigungGalerieLiteraturVeranstaltungenKontaktMedientexte